Wirtschaft  Mittwoch, den 17.02.2021 von Silvio Weise / 13x gelesen

Unternehmer, die von den Maßnahmen getroffen sind, haben viele Probleme. Wenn sie Angestellte haben, können diese zwar mit dem Instrument Kurzarbeit erstmal über Wasser gehalten.

Der Unternehmer selbst hat aber den Arbeitgeberanteil weiter vorzuhalten, wenn keine Einnahmen fließen, kann dies nur über Guthaben finanziert werden, oder eben auch über Kredite, sofern diese dann auch ausgereicht werden. Des Weiteren ist die Krankenversicherung weiterzuzahlen, ob nun privat oder gesetzlich. Viele Unternehmer haben sich aus Kostengründen für eine private KV entschieden, da die Beiträge in jungen Jahren eher bezahlbar sind. Wahrscheinlich hätte ohne dieses Modell die private KV wenig Existenzberechtigung. Die private KV wird aber mit zunehmenden Alter immer teuer, sodass man mit Mitte 50 gut bei 600 Euro pro Monat liegen kann. Dabei kann der Vertrag noch eine Selbstbeteiligung beinhalten, die meist bis 1.500,00 Euro geht.

In der aktuellen Situation bedeutet dies dann keine Einnahmen, mit Glück werden die Betriebsosten(ausgaben) mit Zuschüssen gedeckt, ein Arztbesuch muss selber gedeckelt werden, die Privatausgaben sowieso, denn einen Ausgleich für den Unternehmerlohn gibt es nicht. Heißt also, Strom, Miete, Versicherungen, Lebenshaltungskosten, anfallende Reparaturen, anfallende Neuanschaffungen müssen selbst gedeckelt werden. Noch kritischer ist die Lage, wenn der Kaufmann noch Kredite geschäftlich und privat zu leisten hat. Kritisch bis unmöglich, vielleicht noch ausstehende Steuerzahlungen, die zwar gestundet werden können von Finanzamt, letztendlich aber zu zahlen sind.

Für den Neustart, wenn er denn überhaupt noch gelingt, vielleicht neue Kredite gebraucht werden. Die Planungssicherheit ist momentan gleich null, sodass der Unternehmer voll in der Zange sitzt.

Wenn er überhaupt etwas sinnvolles Tun kann, anhand seiner erzwungen Untätigkeit, dann sollte er sich die Zeit nehmen, seine Betriebsausgaben zu prüfen und zu optimieren, eine Inventur durchzuführen und sein Geschäftsmodell überdenken, ggf. zu verbessern und an kommende Anforderungen anzupassen. An das digitale Zeitalter.

Sollten die Maßnahmen nicht bald in einen Öffnungsplan mit Öffnungsperspektiven übergehen, wird es wohl nicht nur den Zombieunternehmen an den Kragen gehen, sondern gesunde Geschäftsmodelle haben ebenfalls keine Überlebenschance. Die Insolvenzpflicht bleibt weiter ausgesetzt und wird erst zeitversetzt das ganze Ausmaß der wirtschaftlichen Verwüstung zeigen.

Schlussendlich steht der Unternehmer, die Stütze der Gesellschaft mit vielen Problemen alleine da. Kein wirklich haltbarer Zustand.

Mr.HicHELP

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